Was der Kunde in seiner Einkaufsstraße eigentlich macht
Genau das haben sich die Innenstadtkaufleute gefragt, 230 Passanten haben darauf geantwortet – und genau das bestätigt, was bereits lange befürchtet wurde.
Jan Lüchau, Kaufleute-Chef fasst die Ergebnisse deutlich zusammen: “Der Kunde kauft in der Bahnhofstraße vorrangig das ein, was er fürs tägliche Leben eben so braucht. Nahversorgung, die Frequenz bringt, aber den übrigen Einzelhändlern eher wenig bis gar nichts nützt. Mode, Spielzeug, Bücher: Da sind Kunden gefragt, die stöbern.”
Doch genau das fehlt in der Bahnhofstraße. 49 Prozent der Befragten nutzen den Innenstadtbesuch für den Versorgungseinkauf, 25 Prozent für kurze Erledigungen, 6 Prozent für den Arztbesuch. Lediglich 11 Prozent gaben Bummeln als Antwort an.
Für Lüchau gibt es besonders zwei Gründe: Zum einen fehle es an Verweilqualität. Cafés allein reichen nun mal nicht mehr aus. Zum anderen sind es die baulichen Gegebenheiten – 48 Prozent der Befragten wünschen sich eine Verkehrsberuhigung, 12 Prozent wünschen sich eine bessere Regelung für Fahrradfahrer und ebenfalls 12 Prozent wünschen sich eine attraktivere Straßengestaltung.
Lüchau fast zusammen: “Wir haben uns den Kunden quasi zum Versorgungseinkauf hinerzogen – und damit ist er wohl zufrieden. Viele Wedeler haben wir irgendwann als Kunden verloren – die wissen teils gar nicht, was es bei uns gibt. Wir müssen den Kunden zeigen, was wir alles haben.”
Hier finden Sie den vollständigen Folienbericht zur Kundenbefragung Wedel.





